Bio und CV

DE EN

Sven C. Mueller

bruegge_selbstbild_final

2003   BA Hons. Psychologie/Philosophie, Universität Stirling, (bonnie) Schottland
2006   Ph.D., Experimentelle Psychologie, Universität Nottingham, England
2006 – 2010 Post-doc, National Institute of Mental Health (NIMH), National Institutes of Health (NIH) Bethesda, Maryland, USA
2011 – Jan 2016 Assistant Professor, Fakultät für Experimentelle Klinische & Gesundheitspsychologie, Universität Gent, Belgien, Universität Gent, Belgien
Feb 2016 – present Associate Professor, Universität Gent

Mein persönlicher Weg:
– Mein Interesse an experimenteller Psychopathologie begann während meines Ph.D. Studiums, wo ich einen experimentell psychologischen Zugang zu verschiedenen psychiatrischen und medizinischen Zuständen erlernte (d.h. genau konzipierte und kontrollierte Aufgaben um spezifische kognitive Funktionen zu testen). Das Ziel war herauszufinden 1) wie sich der Einfluss dieser Zustände auf unser Emotionserleben und unsere Kognitiven Funktionen charakterisieren lassen und 2) wie wir dieses Wissen nutzen können zur Entwicklung von neuen Behandlungsmethoden. Diese Forschungsarbeit führte zu der Einsicht, dass Kinder/Jugendliche mit Tourette Syndrom “paradoxerweise” bessere kognitive Kontrolle zeigen (#3).

– Während meines Post-Docs arbeitete ich weiter mit experimentelle Psychopathologie und vertiefte mein Wissen darin. So untersuchte ich wie Abweichungen in Stimmung und Affekt (Angst, Bipolare Störung) während der Adoleszenz unsere Fähigkeiten zu Selbst-Regulierung und Selbst-Kontrolle verändern. Gleichzeitig konnte ich dank den erstaunlichen Möglichkeiten des NIH mit Jugendlichen arbeiten, die seltene endokrinologische Abweichungen aufwiesen, und untersuchte wie ein extremer Anstieg an Testosteron (das männliche Geschlechtshormon) im frühesten Lebensabschnitt sich auf kognitive und emotionale Wahrnehmung während der Adoleszenz auswirkt. Eine Grundgedanke dahinter war, dass Geschlechtshormone eine wichtige Rolle bei affektiven Störungen wie Depression oder Angst spielen (#32). Weiters konnte ich auch an einem Projekt arbeiten, das die Langzeitfolgen von frühen Stresserfahrungen und Adoption (in den ersten 2 Lebensjahren) auf Selbstregulation und Selbstkontrolle untersuchte.

– Seit ich in Gent ein Labor auf die Beine stellte, habe ich weiter auf dieser Grundlage gearbeitet und untersuchte (mit der Hilfe von großartig PhD Studenten) wie ein emotionaler Kontext unsere Selbstregulationskontrolle (oder Kognitive Kontrolle) während jugendlicher Entwicklung, bei Angststörungen oder Dysphorie beeinflusst. Zusammen mit dem Department der Endokrinologie und Pediatrischen Endokrinologie des Universitätskrankenhaus Gent untersuchen wir weiters den Effekt von Hormon-Ersatztherapie (cross-sex hormone therapy) auf soziale und emotionale Verarbeitung in Transgender Probanden. Diese werden nach wie vor marginalisiert in unserer Gesellschaft und weisen ein hohes Risiko für Depression (~50%) und Selbstmordversuchen (~30%) auf. Zuletzt führte ich auch mein Interesse an frühen Stress und Trauma weiter. So untersuchen wir wie frühes Trauma und Missbrauchserfahrungen die Wahrnehmung von Emotionen verändert, Selbstregulationskontrolle behindert und soziale Interaktion lenkt.

aktuelle Forschungsprojekte

Publikationen

Peer-Review Aktivitäten für:
Acta Psychologica; American Journal of Psychiatry; Anxiety, Stress, and Coping; Behavioural Brain Research; Biological Psychiatry; Biological Psychology; Brain Research; Cerebral Cortex; Cognition & Emotion; Developmental Cognitive Neuroscience; Developmental Neuropsychology; Emotion; European Journal of Endocrinology; Frontiers in (Cognition; Systems Neuroscience; Human Neuroscience); Human Brain Mapping; International Journal of Developmental Neuroscience; Integrative Zoology; Journal of Affective Disorders; Journal of the American Academy of Child and Adolescent Psychiatry; Journal of Biological Regulators & Homeostatic Agents; Journal of Clinical Medicine and Research; Journal of Experimental Psychology: Learning, Memory, and Cognition; Journal of Neuropsychology; Journal of Neuroscience; Journal of Physiology; Journal of Sexual Medicine; Neurobiology of Learning and Memory; NeuroImage; NeuroImage: Clinical; Neuropsychopharmacology; Neuroscience & Biobehavioural Reviews; Neuroscience Research; PLOS One; Psychology & Health; Psychological Medicine; Psychoneuroendocrinology; Psychophysiology; Social Neuroscience

Wissenschaftliche Errungenschaften:
2010 R. J. Wyatt Memorial Fellowship, NIMH

Aktuelle akademische Aufgaben
2015- jetzt Vorsitzender des IRB (Ethisches Komitee), Fakultät für Experimentelle Klinische & Gesundheitspsychologie, Universität Gent, Belgien

Advertisements