Forschung

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Zentrale Fragen unsers Labors sind:
– Wie verändert Missbrauch soziale Interaktion mit anderen und wie können wir der möglichen Entwicklung von Depressionen (~50% alle Missbrauchsopfer leiden an Depressionen) und anderen Problemen (wie Post Traumatische Belastungsstörung) vorbeugen?
– Welche Rolle spielen Hormone in der Entwicklung von Depressionen und Angststörungen und emotionalen Prozessen
– Welche kognitiven Veränderungen in der Jugend erhoehen das Risiko für die Entwicklung von mentalen Störungen in manchen aber nicht anderen Personen?

Was für Technologie benutzen wir?
Für unsere Forschung bedienen wir uns verschiedener Technologien um deren Eigenschaften optimal zu nutzen. Diese gehen von manuellen Aufgaben (Tasten auf einem PC drücken) zu Augenmessungen (ein Mass von Aufmerksamkeit), Veränderungen in der Größe der Pupille (ein Mass von ???0, oder Veränderungen in der Herzfrequenzrate (repräsentativ für die Regulierung der Herzaktivität, z.B. beim Sehen von emotionalen Bildern) zur Anschauung von spezifischen Hirnarealen mit struktureller und bildgebender Magnet Resonanz Topographie (FMRT).

Forschungsschwerpunkte:
Momentan gibt es mehrere Projekte in unserem Labor. Ein zentraler Faden, der sich durch die verschiedenen Projekte zieht, ist wie emotionales Umfeld (z.B. ein böses Gesicht das Sie anschaut) Einfluss haben kann wie wir unser Verhalten kontrollieren oder regulieren, vor allem in Gruppen die Probleme mit Regulationskontrolle haben (Jugendliche mit einer Angststörung oder Depressionen, Opfer von Missbrauch oder Kinder/Jugendliche die ihre Eltern verloren haben). Wie bestimmt eine Emotion (Angst, Traurigkeit, Fröhlichkeit) unsere Fähigkeit eine Antwort zu kontrollieren z.B. sie zu kurzfristig zu löschen oder sie zu verändern (stellen Sie sich einen verärgerten Chef/Cheffin vor die, während Sie eine Email schreiben, vor ihrem Schreibtisch auftauchen und von Ihnen erwarten sich um Firmenbesucher zu kümmern). Ein fröhliches Gesicht könnte es mir leichter machen darauf zu antworten wohingegen ein verärgertes Gesicht mich verunsichern könnte und meine Antwort verlangsamen könnte. Dies ist selbstverständlich nur sehr grob gesprochen.

Das Risiko für die Entwicklung von einer Angststörung und Depression steigt rapide während des Jugendalters. Es ist in der Tat so, dass das Jugendalter hoeheres Risikoverhalten zeigt (z.B. erhöhte Risiko zum Drogenkonsum) aber auch verminderte Selbstregulation. Das Zusammenspiel dieser beiden Faktoren trägt unter anderem zu der 400%tigen Steigung der Mortalitaetsrate während des Jugendalters bei. Manche wissenschaftliche Theorien führen diesen Effekt auf die differenzierte Entwicklung von “emotionalen” Gehirnregionen und “kontrollierenden” Gehirnregionen zurück. Andere Einflüsse wie die vom Freundeskreis oder hormonellen Veränderungen (z.B. Testosteron, Estrogen) während der Pubertät spielen sicherlich auch eine Rolle. Wir schauen uns z.B. den Einfluss von Hormonen auf Angststörungen und Depressionen an und wie Veränderungen im Hormonspiegel weitreichende Konsequenzen in verschiedenen Formen der Frühpubertät haben kann (Testotoxikosis oder Congenital – Deutscher name?)

Falls Sie irgendwelche Fragen zu unseren Projekten haben oder daran interessiert sind mit uns zu forschen, würden wir uns sehr über eine Nachricht von Ihnen freuen.

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